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Die von uns gestalteten Konzerte und Tanzspiele der Landshuter Hochzeit 2013 besuchten rund 14.000 Gäste.

Here you can find information about our new projects:

 

Mass - Orlando di Lasso

 

Concerts Landshuter Hochzeit

 Tanzspiel

 

- retrospect -

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Erstaufführung anlässlich der Landshuter Hofmusiktage 2014

Seit den Anfängen des Festivals zu Beginn der achtziger Jahre ist es Tradition, dass die Landshuter Hofmusik / Landshuter Hofkapelle eine zum jeweiligen Motto der Landshuter Hofmusiktage passende Messkomposition recherchiert und in die Liturgie eingebettet zur Aufführung bringt

 

Orlando di Lasso (1532-1594) Missa super Amar Donna

 

Die fünfstimmige „Missa super Amar Donna“ des auch häufig in Landshut weilenden Hofkomponisten der Bayerischen Herzöge, Orlando di Lasso, stammt aus dem Jahr 1579 und ist zu Unrecht eine seiner sehr selten zu hörenden Messkompositionen. Mutmaßlich verarbeitete Orlando di Lasso im Sinne des damals sehr üblichen Kontrafaktur-Verfahrens eine ihm bekannte weltliche Melodie (etwa „L’amor donna chio te porto“), indem er diese abwandelte und den liturgischen Texten anpasste. Denkbar sind allerdings auch Anknüpfungspunkte an den Liebfrauendom in München oder an die Liebfrauenkapelle in Altötting, in deren Stiftsbibliothek die Messe schließlich auch aufgefunden wurde.

Die Messe wird mit zehn Sängern und fünf Bläsern (Dulzian, Posaunen, Pommern) musiziert. Dabei werden die Vokalstimmen im Stil der Zeit ‚colla parte’ von den Instrumentalisten begleitet.

Die Messteile werden rein vokal durch den Introitus-Choral und die sechsstimmige Marienmotette „Salve Regina“ ergänzt. Das sechsstimmige Bläserensemble mit Pommern (Vorläufer der Oboe), Dulzianen (Vorläufer des Fagotts) und historischen Posaunen musizieren Motetten der Zeitgenossen Ascanio Trombetti (1544-1590) und Cesario Gussago (1579 - 1612), einem der Schüler des Meisters Orlando di Lasso.

Musik zu des Fürsten Hochzeit

„Umb ain mass wein und ain hoflaybl brot“

Was die Musik betrifft, war die „Landshuter Hochzeit 1475“ ein Anziehungspunkt für Künstler aus aller Herren Länder. Es ist überliefert, dass zu dieser Gelegenheit „trumetter, paugker, pfeiffer“ und andere Spielleute des Kaisers Friedrich und der Könige von Polen, Ungarn und von Dänemark mit einer damals sehr stattlichen Summe von 1273 Gulden entlohnt worden waren. Zusätzlich hatten der Herzog und seine hohen Gäste ihre eigenen Musiker und Musikanten zur Hochzeit beordert, um sie zu begleiten, akustisch in Szene zu setzen und damit möglichst wirkungsvoll zu repräsentieren.

In ihrem Konzert erzählt die „Landshuter Hofkapelle“ Episoden aus dem Munde eines Gastes der „Landshuter Hochzeit 1475“, der sich mit den entsandten Musikern auf den weiten Weg zu diesem verheißungsvollen Fest macht. Diese Geschichte bildet im italienischen Innenhof der Landshuter Stadtresidenz den heiteren roten Faden für die zeitgenössische „Musik zu des Fürsten Hochzeit“, die mit ihrer spätmittelalterlichen Klangvielfalt ein stimmungsvolles und abwechslungsreiches musikalisches Erlebnis bietet.

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Ein Teil unserer Hofkapelle sorgte im Rathausprunksaal für die historische Tanzmusik und zwar an den Samstagnachmittagen und an den Wochentagen abends

Tanzspiel

An den Festabenden versammeln sich wie einst das Brautpaar und die fürstlichen Gäste zum Tanz. Gemessene Reigen- und Schreittänze der Zeit, aus den Notenbüchern berühmter Zeitgenossen aus ganz Europa rekonstruiert, werden unterbrochen vom Tanz des Kaisers mit der Braut, dem Tanz der polnischen Edelleute und von dem exotischen Tanz der Morisken (Mauren), deren Gestalten uns der Bildhauer Erasmus Grasser überliefert hat. Gleichsam als ein Gastgeschenk aus Polen reitet der „Lajkonik“, eine sagenhafte Gestalt aus der Geschichte Krakaus, ein.